Stadtwerke produzieren erneuerbar - Ergebnisse der ersten Umfrage
In der ersten Phase des Projektes (Nov. 2011 - Jan. 2012) wurden die Stadt- und Gemeindewerke aufgerufen sich an einer Umfrage zu den Stromerzeugungskapazitäten zu beteiligen. Wir wollten wissen wie hoch heute schon der Anteil der regenerativen Energieträger bei der Stromproduktion kommunaler Energieversorger ist. In einem kurzen Fragebogen wurden für das Jahr 2010 die Höhe der Stromerzeugung in eigenen Kraftwerken und die Beteiligung an Stromerzeugungsanlagen anderer Betreiber erfragt. Unterschieden wurden dabei jeweils die Anteile konventioneller und regenerativer Energieträger. Zusätzlich konnte der Zubau an Kraftwerksleistung für das Jahr 2011 sowohl für erneuerbare Energien, als auch konventionelle Energieträger gemacht werden.
Insgesamt 27 Stadtwerke aus neun Bundesländern haben sich an der Abfrage beteiligt. Im Jahr 2010 haben diese Energieversorger rund 4.420 GWh Strom in eigenen Anlagen und Anlagenbeteiligungen produziert. Der Anteil des Stroms, der aus Sonne, Wind, Biomasse und anderen erneuerbaren Quellen stammt, lag bei knapp über 614 GWh.
Beim Zubau an Kraftwerksleistung im Jahr 2011 haben die Stadtwerke ein deutliches Zeichen für Erneuerbare Energien gesetzt. Von rund 57 MW zugebauter Leistung insgesamt sind 52 MW auf Basis regenerativer Energieträger. Die restlichen 5 MW an zugebauter Kraftwerksleistung sind Kraftwerke auf Erdgas-Basis.
Besonders vorbildlich sind vier Stadtwerke, die in kurzen Steckbriefen portraitiert sind.
„Wir sind beeindruckt vom Engagement der kommunalen Unternehmen. Viele Stadtwerke erkennen die Chancen für sich als Energieversorger, wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter vorangetrieben wird.“
Christopher Burghardt, Geschäftsführer der First Solar GmbH
Die Steckbriefe zum Download
Gemeindewerk Enkenbach-Alsenborn (Rheinland-Pfalz)
Der vom Gemeindewerk erzeugte Strom stammt ausschließlich aus eigenen Anlagen und zu 92 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Dabei setzen die Enkenbacher vor allem auf Biomasse und zu einem kleinen Teil auf Sonnenenergie.
Steckbrief_GW_Enkenbach-Alsenborn.pdf (460 KB)
Technische Werke Schussental - Ravensburg/Weingarten (Baden-Württemberg)
Die Technischen Werke Schussental mit Sitz in Ravensburg produzieren zu 100 Prozent Stroms aus erneuerbaren Energieträgern. Im Jahr 2011 wurden weitere 25 Millionen Euro in die regenerative Stromerzeugung investiert.
Steckbrief_TW Schussental.pdf (370 KB)
Stadtwerke Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg)
Die Stadtwerke Schwäbisch Hall, die bis heute zu 100 Prozent im Besitz der Kommune sind, verfolgen ein ehrgeiziges Ziel. Bis 2020 soll die Stromerzeugung für das Stadtgebiet komplett auf regenerative Energieträger umgestellt sein. Dabei setzen die Stadtwerke auf Dezentralisierung und den Einsatz von Biogas, Sonne, Wind und Wasser.
Steckbrief_SW Schwaebisch Hall.pdf (490 KB)
Stadtwerke Pforzheim (Baden-Württemberg)
Die Stadtwerke Pforzheim gehören zu den größeren Stadtwerken in Baden-Württemberg. Von allen Umfrageteilnehmern wird hier absolut die größte Menge an Strom aus erneuerbaren Energien produziert. Dabei setzen die Pforzheimer vor allem auf Biomasse, Sonne und Wasser.
Steckbrief_SW Pforzheim.pdf (450 KB)
Kartendarstellung:
© DUH / Junggeburth, Datenquelle: Open Street Map, Erstellung mit Quantum GIS 2010
Fotos (v.o.):
© Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn; © Technische Werke Schussental; © Stadtwerke Schwäbisch Hall ; © Stadtwerke Pforzheim
Kontakt
Markus Zipf
Bereichsleiter Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 07732 9995-65
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