Kommunalwerkstatt: kommunale Verpackungssteuern – wie planen, umsetzen und finanzieren?
Erhalten Sie bei der Kommunalwerkstatt der Deutschen Umwelthilfe (DUH) am 27. März von 10.00 bis 14.30 Uhr detaillierte Einblicke hinter die Kulissen des städtischen Pioniers kommunaler Verpackungssteuern: Claudia Patzwahl und Tobias Staufenberg aus der Universitätsstadt Tübingen erklären, wie sie die Tübinger Verpackungssteuer erfolgreich eingeführt haben und aktuell umsetzen.
Durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts am 22. Januar 2025 haben Städte nun endgültig Rechtssicherheit, kommunale Verpackungssteuern einführen zu dürfen – machen auch Sie sich auf den Weg! Verpackungssteuern sind ein wirksames Mittel, um die Vermüllung des öffentlichen Raums durch Einweg-Takeaway-Verpackungen einzudämmen und umweltfreundliche Mehrwegsysteme zu fördern. Allein in Deutschland werden pro Jahr 5,8 Milliarden Getränkebecher sowie 4,5 Milliarden Essensboxen verbraucht. Der Straßenmüll in deutschen Städten besteht deshalb mittlerweile zu circa 40 Prozent aus Einweg-Verpackungen.
Um dieses Problem zu lösen, hat Tübingen bereits am 1.1.2022 eine kommunale Einwegverpackungssteuer eingeführt. Konstanz ist Tübingen als erste Stadt gefolgt und hat zum 1. Januar 2025 eine Verpackungssteuer eingeführt. Heidelberg hat sich ebenfalls bereits dazu entschlossen, dem Tübinger Beispiel zu folgen und befindet sich aktuell noch in der Vorbereitung. Auch Freiburg will zum 1. Juli 2025 nachziehen.
Lernen Sie in der Kommunalwerkstatt mehr über die zahlreichen Vorteile der Steuer und wie sie sich auf Ihre Stadt auswirken kann.
Ziele der Veranstaltung sind:
- einzigartige Praxiseinblicke, wichtige Tipps und konkrete Anwendungsbeispiele zur Umsetzung der Tübinger Einwegsteuer zu gewinnen,
- Städte und Kommunen über den administrativen Aufwand, die Höhe der Einnahmen sowie die Details der Steuererhebung und -prüfung zu informieren,
- praktische Tipps zur erfolgreichen Einbindung von Gastronomiebetrieben, der Gestaltung einer effektiven Mehrwegförderung sowie zu Mehrweglösungen am Markt bereitzustellen,
- offene Fragen der Teilnehmenden durch die Expert*innen der Tübinger Verpackungssteuer zu beantworten,
- sich mit anderen Gemeinden und Akteur*innen zu vernetzen, die an ähnlichen Themen und Herausforderungen arbeiten.
An wen richtet sich die Veranstaltung?
Angesprochen sind:
- Kommunalvertreter*innen, die sich mit der Vermeidung von Einwegverpackungen im öffentlichen Raum und/oder den finanziellen Aspekten kommunaler Verpackungssteuern beschäftigen
- Akteur*innen, die sich für die Verpackungssteuer interessieren und ihr Wissen vertiefen wollen
- Akteur*innen, die offene Fragen zur Verpackungssteuer haben, zum Beispiel zur Lenkungswirkung zu weniger Einweg-Müll, dem Kosten-Nutzen-Verhältnis oder der Ansprache der Gastronomie
Programm
10:00 | Begrüßung |
10:15 | Vortrag von Katharina Campe, Referentin Kreislaufwirtschaft DUH |
10:45 | Vortrag zu Steuererhebung und -prüfung in Tübingen von Claudia Patzwahl, Projektleiterin Verpackungssteuer in Tübingen |
11:15 | Fragerunde mit Claudia Patzwahl |
12:15 | Mittagspause |
13:00 | Vortrag zu Mehrwegförderung und Ansprache der Gastronomie in Tübingen von Tobias Staufenberg, Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz in Tübingen |
13:30 | Fragerunde mit Tobias Staufenberg |
14:30 | Abschluss |
Die DUH fordert in ihrer Kampagne Plastikfreie Städte seit 2020 Städte in ganz Deutschland auf, vier Maßnahmen zur Reduzierung von unnötigem Einwegmüll umzusetzen, darunter die Einführung kommunaler Verpackungssteuern.
Teilnahme an der Veranstaltung
- Alle mit * angegebenen Felder sind Pflichtfelder. Für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Veranstaltung verarbeitet die Deutsche Umwelthilfe e.V. Ihre personenbezogenen Daten gem. Art. 6 (1) f) DSGVO.
- Die Teilnahme ist kostenfrei.
- Für die Online-Teilnahme an der Veranstaltung nutzen wir den Videokonferenzdienst Zoom in der Pro-Version 5.x mit Serverstandorten ausschließlich in der EU oder Ländern mit einem angemessenen Datenschutzniveau. Diese Version verfügt über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Nähere Informationen zur Verwendung von Zoom finden Sie hier. Die Datenverarbeitung im Rahmen der Nutzung von Zoom erfolgt gem. Art. 6 (1) f) DSGVO.
- Den Link zur Veranstaltung und weitere Informationen zur Teilnahme erhalten Sie nach erfolgter Anmeldung per Mail.
- Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.
- Allgemeine Informationen zur Datenverarbeitung durch die Deutsche Umwelthilfe e.V. finden Sie hier.
Halten Sie mich auf dem Laufenden
Bitte senden Sie mir Informationen, sobald die nächsten Termine für die Kommunalwerkstatt feststehen.
Kommunalwerkstatt
Datum: 27. März 2025
Uhrzeit: 10.00 - 14.30 Uhr
Ort: Digital über Zoom
kostenfrei

Katharina Campe
Referentin Kreislaufwirtschaft
E-Mail: Mail schreiben