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Energiesparlampen

Wertvoll für den Klimaschutz - zu wertvoll für den Müll

Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, sind effiziente Dauerbrenner – sie schaffen viel Licht mit wenig Energie, sie sparen Strom und über die Lebensdauer gerechnet viel Geld.

Gegenüber einer klassischen Glühbirne weisen sie eine bis zu fünffach höhere Lichtausbeute auf, benötigen also bei vergleichbarer Helligkeit nur etwa 20 % des Stroms, den eine Glühbirne im Wortsinne verheizt. In der Traditions- Glühbirne werden nur fünf Prozent des eingesetzten Stroms in Licht umgewandelt, die restlichen 95 Prozent gehen als Wärme in die Umgebung.


Energieverschwender Glühbirne

Ein bis zwei Kohlekraftwerke weniger durch intelligente Beleuchtung

Energiesparlampen verbrauchen für die gleiche Helligkeit 80 % weniger Strom als die klassische Glühbirne. Ein enormes Einsparpotenzial. Eine Energiesparlampe mit 11 Watt Leistung leuchtet beispielsweise ebenso hell wie eine Glühbirne mit 60 Watt – und dient so neben­bei auch dem Klimaschutz. Wenn man sehr wohlwollend davon ausgeht, dass derzeit 25 Prozent der Beleuchtung in den deutschen Haushalten aus Energiesparlampen stammt, könnte die flächendeckende Umstellung etwa 8,5 Terawatt-Stunden Strom pro Jahr einsparen – die Leistung von ein bis zwei Kohlekraftwerken.

Eines allerdings muss dringend beachtet werden:

Ausrangierte Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren gehören nicht in die graue Hausmülltonne, sondern müssen separat gesammelt und entsorgt werden!

Bitte bringen Sie kaputte Energiesparlampen zur getrennten Sammlung auf den Wertstoffhof oder geben Sie sie beim Schadstoffmobil ab.

Denn Gasentladungslampen enthalten 4 bis 8 Milligramm Quecksilber. Nur wenn sie getrennt von sonstigen Abfällen erfasst werden, kann das giftige Metall in geeigneten Recyclinganlagen kontrolliert entnommen und von den anderen Bestandteilen der Lampen (Glas, metallische Werkstoffe, etc.) getrennt verwertet werden.

Seit dem 24. März 2006 schreibt auch das „Elektro- und Elektronikgerätegesetz
(ElektroG)“ ausdrücklich vor, dass Gasentladungslampen nicht mehr über den Restmüll entsorgt werden dürfen. Tipps zur richtigen Entsorgung finden Sie hier.

Dennoch werden derzeit noch viel zu wenige Lampen ordnungsgemäß entsorgt:

Insgesamt fielen in Deutschland im Jahr 2008 ca. 120 Millionen ausgediente Gasentladungslampen zur Entsorgung an. Doch nur rund 35 Prozent der Altlampen wurden fachgerecht entsorgt. Nach Schätzungen der Lampenhersteller werden somit 80 Millionen gebrauchte Gasentladungslampen immer noch mit dem Hausmüll entsorgt oder gehen andere unerwünschte Entsorgungswege. Hierdurch gelangen jährlich mehrere hundert Kilogramm Quecksilber unkontrolliert in die Umwelt. Dass ein deutlich höherer Rücknahmeanteil auch aus den privaten Haushalten erreicht werden kann, beweist das Beispiel Schweden, wo fast 90 Prozent der anfallenden Altlampen getrennt gesammelt und umweltgerecht verwertet werden.