Schulen für Lebendige Flüsse
Umweltbildung ist ein zentraler Bestandteil unserer Initiativen zum Schutz der Flüsse und Bäche als Lebensader der Landschaft. In Flusseinzugsgebieten bauen wir von der Quelle bis zur Mündung Netzwerke von Schulen auf, die ganz konkret Patenschaften über einen Teilabschnitt eines Flusses übernehmen und sich dort um die Wasserqualität und um die Verbesserung der Gewässerstruktur bemühen.
In den Netzwerken für Schulen werden konkreter Naturschutz, Umweltbildung und die Nutzung neuer Medien in praxisorientierter Weise zusammengeführt, so dass sich eine Beteiligung gerade auch für den fächerübergreifenden Unterricht ideal eignet.
Umwelt erleben und begreifen
Das Programm der Schulprojekte ist ganz darauf ausgerichtet, Kinder und Jugendliche mit Spaß an die Natur heranzuführen und sie spielerisch die Zusammenhänge begreifen und selbst entdecken zu lassen. Zusätzlich bieten wir Fortbildungen für die Lehrerinnen und Lehrer der teilnehmenden Schulen an.
Bausteine dieser Programme sind zum Beispiel:
- Patenschaften für Bach- und Flussabschnitte
- Messkampagnen, bei denen die Wasserqualität von den Schülern selbst bestimmt und dokumentiert wird
- Pflanz- und Entmüllungsaktionen vor Ort
- Workcamps für Schülerinnen und Schüler
- Umweltbildung zum Anfassen, direkt im Lebensraum „Fluss“
Das Dachprojekt „Schulen für Lebendige Flüsse“ soll dieses erfolgreiche Konzept in den Flusseinzugsgebieten in ganz Deutschland etablieren.
BundesUmweltWettbewerb 2006/2007
Bereits mehrfach steuerte die DUH Preisgelder zum BundesUmweltWettbewerb (BUW) bei, der jährlich vom Bundesministerum für Bildung und Forschung ausgelobt wird. Der Wettbewerb ruft Jugendliche dazu auf, Umweltproblem aus dem eigeen Lebensumfeld zu dokumentieren und einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten. Der DUH-Preis wird für Gewäserschutz-Arbeiten vergeben.
Im September 2007 wurden im Hahn-Meitner–Institut in Berlin 40 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem gesamten Bundesgebiet als beste Nachwuchsforscher im Bereich Umwelt ausgezeichnet.
Neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützen Stiftungen und Firmen diesen Wettbewerb mit Geld- und Sachpreisen. Die Deutsche Umwelthilfe, Projekt Schulen für Lebendige Flüsse stiftete auch in diesem Jahr wieder zwei Sonderpreise in Höhe von je 500,-- Euro für Wettbewerbsbeiträge, die sich dem Thema Fließgewässer als Lebensraum für Fauna, Flora und Mensch widmen.
Den Sonderpreis im BUW I (13-16jährige) bekam Florin Orth vom Gymnasium Westerstede in Niedersachsen für seinen Beitrag „Erste Ergebnisse nach der Renaturierung des Augustfehnkanals“. Nach den 1999 durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen untersuchte er, inwieweit eine Verbesserung der Gewässerqualität erreicht wurde. Mehrere Jahre bestimmte er die Gewässergüte, aber trotz stetiger Verbesserung war weiterhin ein erheblicher Gehalt an Nährstoffen zu verzeichnen. Diese kamen von einem Zufluss. Er wies die Ursachen für die Beeinträchtigungen nach und lieferte begründete Prognosen über die künftige Beeinflussung der Wasserqualität.
Ist es möglich, die Geburtshelferkröte, die im nahe gelegenen NSG Tongrube ausgestorben ist, im Terrarium zu züchten und dann wieder im NSG anzusiedeln? Mit dieser Frage haben sich Andrea Woitzik, Ramona Dubke und Miriam Osterwind vom Helmholtz-Gymnasium Hilden aus Nordrhein-Westfalen praktisch beschäftigt. In enger Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde entwickelten sie eine Aufzuchtstation, errichteten ein grünes Klassenzimmer für die Freilandhaltung und eine Klimakammer für die Terrarienzucht in der Schule und machten Werbung für ihre Ziel des Artenschutzes. Andere Naturschutzstellen interessierten sich schon für das Aufzuchtbiotop. Für diese Arbeit „Hilfe für die Geburtshelferkröte“ erhielten die drei SchülerInnen im BUW I (17-21jährige) den Sonderpreis der Deutschen Umwelthilfe. Die Zeit wird zeigen, ob ihre Zucht- und Auswilderungsbemühungen für die Geburtshelferkröte Erfolg haben.
Zwei tolle Beispiele für das persönliche Engagement der Preisträger für ihre lokale Umwelt!
Pressemitteilungen
- 13.08.2010 - Zurück im Frankenwald: das Haselhuhn
- 01.07.2010 - Bewegung für lebendige Flüsse – die Sternradtour 2010 zwischen Elbe und Rhein
- 28.06.2010 - Haus- und Straßensammlung 2010 im Südwesten Deutschlands erfolgreich
- 24.06.2010 - zeo2-Titel 3/2010: „Schluss mit lustig“
- 17.06.2010 - Quecksilberemissionen werden nach EU-Recht zu Licht-Aus-Kriterium für neue Kohlekraftwerke





